DAS HABE ICH IN MEINER GANZEN ZEIT ALS INTERIM MANAGER NOCH NIE ERLEBT. KOMPLIMENT!

So Manches kritisieren die Interim Manager an „den“ Providern. Auffallend oft jedoch kommt die Kritik unter der Überschrift „Erst war alles furchtbar eilig – und dann hört man als Interim Manager nichts mehr“!

 

Als diese Kritik vor einigen Jahren erstmals aufkam, da hatte mich das völlig überrascht. Noch mehr jedoch die lapidare Antwort eines Kollegen: „Wenn wir nicht antworten, kommt der Interim Manager nicht länger für das Projekt in Frage! Das ist selbstredend: Das müssen wir doch nicht extra schreiben.“

 

Nun wissen wir seit frühen Kindesbeinen, dass eine ausgeprägte Interessenlage im letzten Monat des Jahres und kommunikationsleere Wartezeiten keine guten Freunde sind:

 

„Bekomme ich mein Auto, meine Puppe – oder doch nicht? (Okay, wir sind in der Antike: Heute fragen bereits kleine Kinder nach iPhones, iPads oder vergleichbarem iRrsinn).

 

Alle Jahre wieder schien uns die Wartezeit bis zum Vierundzwanzigsten gegen Unendlich zu tendieren. Vor allem, weil niemand irgendetwas sagte. In der heroischen Absicht, „es soll(e) doch eine Überraschung sein“, wurden Heerscharen von Kindern von Gelübde-gleich schweigenden Eltern systematisch in Ungewissheit gehalten.

 

Und mit Ungewissheit können wir Menschen ganz schlecht umgehen. Allein die Aussage des Vaters zum Beispiel, „Junge, vergiss es!“, hätte die ganze Ungewissheit hinweggefegt und der Stichtag 24. 12. hätte ganz erheblich an Zugkraft eingebüßt. Ob ich mich besser gefühlt hätte, steht auf einem anderen Blatt.

 

Was folgt aus alldem?

 

Null-Kommunikation und Warteschleifen vertragen sich nicht!

 

Und weil Interim Manager unmittelbar nach einer Projektanfrage stets in eine Warteschleife einfliegen, haben wir hier bei MANATNET ein paar simple Prozesse eingeführt. Sie sollen sicherstellen, dass ausnahmslos jedes Feedback und jede Information, die wir vom Kunden erhalten, in spätestens einer Stunde an den jeweiligen Interim Manager weitergeleitet werden.

 

Kein Hexenwerk also – ganz besonders heute, wo wir eine nahezu perfekte Technik nutzen können.

 

Jedoch: Offenbar ist das noch immer nicht Standard im Markt – worauf die Mail eines Interim Managers von vorgestern hindeutet:

 

„Sehr geehrter Herr Becker,

 

ganz herzlichen Dank für Ihr regelmäßiges Update. Es ist schon sehr bemerkenswert, dass Herr [Kunde] Sie, und dadurch auch mich, so zeitnah über Terminänderungen informiert.

 

Das habe ich in meiner ganzen Zeit als Interim Manager noch nie erlebt. Kompliment!“

EIN „ÜBERLAUFBECKEN“ FÜR MEHR EFFIZIENZ

Halbzeit. Nein, es geht ausnahmsweise mal nicht um Fußball. Das Jahr 2012 ist zur Hälfte vorbei. Wie war das Interim-Geschäft für MANATNET?

 

Wir haben exakt eine Anfrage mehr bearbeitet als im Vorjahr, aber wir haben doppelt so viele Projekte besetzt wie im Jahr 2011.

 

Die Lead-to-Deal-Quote ist damit auf fast genau 4:1 – und ist damit Welten besser als im vergangenen Jahr (11:1). Ich bin hier im Blog und an anderer Stelle darauf eingegangen, dass ich eine Quote von 11:1 für völlig indiskutabel halte.

 

Was sagt uns das?

 

Zunächst deutet die praktisch unveränderte Zahl der Anfragen darauf hin, dass die Nachfrage der Kunden unverändert geblieben ist. Dem ist nicht so: Hier schlagen mehr Anfragen auf als im Jahr 2012 – aber wir nehmen nicht alle an.

 

Heute, zum geschäftlichen Bergfest dieses Jahres, liegen hier noch immer sechs Anfragen in einer Art „Überlaufbecken“ und warten darauf, in die Projektpipeline von MANATNET aufgenommen zu werden.

 

Schlussfolgerung: Insgesamt ist die Anzahl der Anfragen der Kunden nach Interim Managern im ersten Halbjahr 2012 höher gewesen als im Vorjahr. Die Qualität der Anfragen war weiterhin durchwachsen.

 

Solange die Kunden sich selbst am Marktplatz tummeln und Interim Manager für ihre Anfragen dort selbst suchen, soll´s mir recht sein. Anders sieht das aus, wenn die Unternehmen gern die Kostenvorteile von MANATNET für sich nutzen –  gleichzeitig aber auf das Knowhow des Eigentümers zurückgreifen wollen. Und das sind bemerkenswert viele Unternehmen.

 

Wir haben lange überlegt und das Für und Wider abgewogen: Dann haben wir das „Überlaufbecken“ eingeführt.

 

Grundsätzlich und ohne jede Ausnahme wird jede Anfrage, die hier aufschlägt, von uns bearbeitet. Wir gießen die Anforderung des Kunden in eine Datenbankabfrage, filtern aus der Trefferliste diejenigen Interim Manager heraus, die nicht verfügbar sind – und senden dem Kunden die gesamte Treffer-Liste. Das demonstriert, welche Interim Manager von MANATNET dem Kunden grundsätzlich helfen können, was sie an Skills mitbringen und was sie kosten. Auch unsere Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit. Ein klassischer „Teaser“ also. Wir gehen in Vorleistung. Kostenlos. Nun erwarten wir eine Gegenleistung: Nicht mehr als ein Feedback!

 

Wir informieren die jeweiligen Interim Manager in diesem Stadium noch nicht – auch, um uns vor „Wie-ist-der-aktuelle-Stand?“-Mails abzuschirmen. Wir weisen den Kunden an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass das Verfügbarkeitsdatum nicht in allen Fällen zutreffen wird, dass wir die Verfügbarkeit für jeden Kandidaten jedoch für ihn verifizieren werden, sobald er seine Vorauswahl getroffen hat.

 

Damit ist eine solche Anfrage im „Überlaufbecken“. Und wir warten nun auf die Reaktion des Kunden. Genau eine Woche. Dann stößt der interne Prozess ein Follow-up an. Reagiert der Kunde, dann wird sich diese Anfrage durch das Feedback des Kunden konkretisieren und die Anfrage hat gute Chancen, in die Projektpipeline aufgenommen zu werden – mit all der daraus resultierenden Aufmerksamkeit von MANATNET, vorneweg des Eigentümers.

 

Reagiert der Kunde nicht, dann beginnt die Uhr zu laufen. Nach genau einem Monat vergessen wir das Ganze und nehmen die Anfrage aus dem „Überlaufbecken“ heraus. Aufwand: 15 Minuten Datenbankabfrage und zwei Mails. Das kann ich rechtfertigen.

 

Fast ebenso viele Anfragen sind im ersten Jahr 2012 im „Überlaufbecken“ abgesoffen, weil der Kunde nicht in dem Maße reagiert hat, wie wir das unter Professionals erwarten. Aber er hat dafür auch keine nennenswerten Kapazitäten von MANATNET verbrannt.

 

Alle anderen waren „serious“, wie die Engländer sagen. Und wir haben ihnen – und nicht den anderen! – unsere volle Aufmerksamkeit widmen können: Und prompt schnellte die Lead-to-Deal-Quote nach oben.

 

Schlussfolgerung.

 

Ein „Überlaufbecken“ für mehr Effizienz.

FÜR WENIGER MACH ICH´S NICHT

Auch Interim Manager, die ihre Registrierung bei MANATNET begonnen, aber nicht abgeschlossen haben, betreuen wir: Wir machen ein dreistufiges Follow-up, auf dass der begonnene Prozess zu Ende geführt werde – und wir bieten unsere Hilfe an und Antworten auf offene Fragen.

 

Die Fragen, die dann kommen, reichen von Details zum Vertrag bis hin zu Basics.

 

Wie diese hier aus dieser Woche:

 

Zitat Anfang

 

Sehr geehrter Herr Becker,

 

danke für die Nachricht.

 

Der Grund meines Zögerns ist der Beitrag, der für die Eintragung verlangt wird.

 

Es ist ein kleiner Kreis (u.a. MANATNET), der dafür Gebühren verlangt, während andere Provider dies nicht tun. Welche Gegenleistung erhalte ich für die Gebühr, die andere Provider im Vergleich nicht bieten?

 

Zitat Ende

 

An dieser Stelle offenbart sich zunächst ein fulminantes Scheitern unserer Strategie, alles, aber auch wirklich alles am Marktplatz MANATNET offenzulegen. Glaubten wir doch, der gesamte Block an Details, den wir unter der Rubrik „Für Interim Manager“ und dann unter der Überschrift „Preise für Interim Manager“ zur Verfügung stellen, wäre erschöpfend.

 

In unerschütterlicher Kundenorientierung antworte ich stets persönlich auf solche Fragen. Meine Antwort lautet dann stets und so auch in diesem Fall:

 

Zitat

 

Danke für Ihre Nachricht [Name],

 

die wesentlichen Vorteile haben wir hier zusammengefasst: http://www.manatnet.com/fur-interim-manager/preise-fuer-interim-manager.html.

 

Der entscheidende ist wohl, dass ich persönlich die Qualitätssicherung für Ihre Daten mache.

 

Zitat Ende

 

Ich gebe kleinlaut zu, ich war versucht anzufügen: „Allein diese Gegenleistung bietet Ihnen kein anderer Provider“.

 

Letztlich hörte ich jedoch auf meine innere Stimme, die da raunte: Darüber stehst Du doch!

 

Richtig! Aber es ist schon bemerkenswert: Es gibt so gut wie keine Registrierung, die ich im Rahmen der abschließenden Qualitätssicherung nicht noch verbessern kann.

 

Das hat rein gar nichts mit meinen überragenden Fähigkeiten zu tun, sondern schlicht mit meinem Wissensvorsprung: Ich kenne halt jeden einzelnen Lebenslauf bei MANATNET. Und ich weiß daher, was die Spitzenleute bei MANATNET an Dokumenten hinterlegen – und davon gibt´s bei MANATNET jede Menge. Und ich weiß obendrein, was die Unternehmen erwarten.

 

Und gegen dieses natürliche „Benchmark“ gleiche ich die Informationen jedes neuen Interim Managers ab. So simpel – und doch muss man das erst einmal machen.

 

Das kostet mich (ja, wir haben das tatsächlich analysiert) im Schnitt eine Stunde je Interim Manager. Sehen wir von allen anderen Vorteilen bei MANATNET (wie zum Beispiel „Finder´s Reward“ und „Analyse aller Tagessätze“) einmal ab, dann berechne ich 150 Euro für diese Dienstleistung. Was einem Tagessatz von 1.200 Euro entspricht (Zum Vergleich: Ende 2011 betrug der durchschnittliche Tagessatz aller Interim Manager bei MANATENT 1.157 Euro).

 

Offenbar gibt es Interim Manager, die meinen, dieser Preis sei nicht gerechtfertigt. Offenbar gibt es Interim Manager, die meinen, das sollte kostenlos sein.

 

An dieser Stelle halte ich es mit den Interim Managern bei MANATNET, denen das Unternehmen Tagessätze aus der Kicher-Ecke anbietet:

 

Für weniger mach ich´s nicht!