MANATNETS GANZ NORMALE KUNDENORIENTIERUNG!

Quelle_www.piqs.de_Fotograf_adlerauge64_Titel_world_need_help„Ich habe vor, ins Interim Management einzusteigen, Herr Becker. Darf ich Sie um Ihre Einschätzung meiner Chancen am Markt bitten?“

 

Solche Anrufe oder E-Mails gehören zu meinem Tagesgeschäft. Inzwischen haben solche Gespräche – in der Regel telefonisch, seltener persönlich – mehr Tiefe, denn ich bitte mein Gegenüber stets mein Interview zum Thema „Interim Management – als Beruf“ vorab zu lesen und unsere Videoclips anzuschauen. Damit sind die grundsätzlichen Fragen beantwortet – wenn auch aus meiner ganz persönlichen Sicht: Aber darum geht es ja hierbei.

 

Im vertiefenden Gespräch greife ich dann regelmäßig auf die Daten aus der aktuellen AIMP-Providerumfrage zurück, auf das, was am Marktplatz MANATNET geschieht und, natürlich, auf meine ganz persönlichen Erfahrungen aus dem Projektgeschäft mit den Unternehmen.

 

Daraus ergibt sich dann eine ganz bestimmte Erwartungshaltung an die neuen Interim Manager, die sie erfüllen sollten, um im Wettbewerb mit den anderen Interim Managern bei MANATNET – und darüber hinaus – bestehen zu können.

 

Mitunter entscheiden daraufhin die Interessenten, dass das Interim Management dann doch nicht der richtige Weg für sie ist. Das ist auch völlig in Ordnung so und das führt auf meiner Seite keineswegs zu einem schlechten Bild, das ich von diesen Menschen bekomme. Ganz im Gegenteil: Ich respektiere das ohne jede Einschränkung.

 

Die anderen Kandidaten registrieren sich dann – und am Ende dieses Prozesses steht die abschließende Qualitätssicherung durch mich persönlich. Ausnahmslos und in jedem einzelnen Fall.

 

Somit kenne ich nicht jeden neuen Interim Manager persönlich, aber ich kenne persönlich jeden Interim Manager bei MANATNET. Es ist ein recht hoher Aufwand, diese Qualitätssicherung durchzuführen, zu protokollieren und dem neuen Interim Manager im Rahmen dieses Protokolls Vorschläge zu machen, wie er seine Unterlagen verbessern kann. Letzteres ist der Regelfall.

 

So richtig kann das nicht verwundern, den ich habe einen eklatanten Wissensvorsprung, denn mir stehen zum Abgleich die Unterlagen zur Verfügung, die die Profis bei MANATNET hinterlegt haben.

 

So gut wie jeder neue Interim Manager findet das toll. Auch deshalb mache ich das gern.

 

Und doch gebe ich zu, dass mich oft die Reaktion der Interim Manager auf meine Dienstleistung zwar erfreut – aber auch verblüfft:

 

„Ich muss Ihnen großes Lob aussprechen, denn Sie geben sich wirklich sehr viel Mühe und handhaben die Angelegenheit sehr professionell!“

 

Oder:

 

„Abschließend nochmals vielen Dank für Ihren Support und Ihre Aufmerksamkeit.

 

So etwas Ähnliches habe ich bislang mit Interim-Providern noch nicht erfahren.“

 

Und das von einem DDIM-Interim Manager! Dabei ist das alles letztlich nicht mehr als:

 

MANATNETs ganz normale Kundenorientierung!

 

IHR JAHRESFORUM IST NOCH BESSER ALS IHR BLOG!

Foto: Stephan SasekDas AIMP-Jahresforum hat für viele unter uns eine große Bedeutung: Für die Interim Manager, die AIMP-Provider und für Burg Schwarzenstein.

 

Für MANATNET hat es eine sehr große und für mich persönlich eine überragende Bedeutung.

 

Das lässt sich unschwer daran ablesen, dass dieses Ereignis, das stets an einem Freitag und Samstag stattfindet, das einzige Ereignis im Jahr ist, dem ich gestatte, meinen Blog-Turnus zu brechen. So geschehen 2012, 2013 – und kleinlaut gebe ich zu: Und auch wieder in diesem Jahr.

 

Prompt wurde ich am späten Freitag-Nachmittag auf Burg Schwarzenstein darauf angesprochen, dass doch – welch´ Überraschung: denn Freitags kommt doch immer mein Blog! – um 15.00 Uhr nichts von mir online gewesen sei, das man doch z. B. so schön im Zug hätte lesen können.

 

Zunächst freut mich so etwas sehr, zeigt es doch, dass ich eine kleine, treue Leserschaft habe. Bei Burda hätten wir dazu im Verlags-Jargon gesagt: Target Group Very Special Interest. Kleine Auflage, hohe Verkaufspreise.

 

Und da sind wir beim Punkt: Ich schreibe mein Blog ohne jedes Entgelt, also freiwillig und aus mannigfachen Beweggründen – durchaus nicht nur uneigennützigen.

 

Aber ich sehe mein Blog nicht als „mission critical“ an.

 

Das AIMP-Jahresforum aber umso mehr.

 

Um es einmal anders zu formulieren: Ginge das AIMP-Jahresforum schief, könnte ich das durch auch durch elfengleiche Blogeinträge nicht ausgleichen – selbst wenn ich bis an meine Lebensende freitags schriebe!

 

Ich habe versucht, mein Blog am Anfang der Woche des AIMP-Jahresforums zu schreiben und es dem Content Management System (CMS) zu überlassen, das Ganze pünktlich online zu stellen.

 

Während das CMS lässig den Daumen hob, erwies sich das Vorschreiben erneut als ein hoffnungsloses Unterfangen.

 

Warum ist das so?

 

Ich lege gnädig den Mantel des wissenden Schweigens über diese Gründe. Es reicht, wenn ich sage: Manchmal denke ich, es wäre weniger aufreibend, einen Sack Flöhe zu hüten.

 

Und deshalb opfere ich sehenden Auges und betrübten Herzens meinen Blogeintrag dem AIMP-Forum.

 

Ohne zu zögern würde ich es wieder so machen und damit die Erwartungshaltung meiner Leser verletzen, sollte ich die Verantwortung für das AIMP-Jahresforum 2015 übernehmen.

 

Nicht, um mich mal rar zu machen, sondern schlicht aus Kapazitätsgründen: Denn Spitzenleistungen erreicht man halt nicht mal eben so nebenbei!

 

Ein erklärter und geschätzter Fan meines Blogs hat meinen Ansatz vor Ort bestätigt:

 

„Ihr Jahresforum ist noch besser als Ihr Blog!“

 

UND DANN IST INTERIM MANAGEMENT ALLES ANDERE ALS TRIVIAL!

nterim_Management_kein_Lotto_TippIm Interim Management bietet MANATNET für die nachfragenden Unternehmen zwei Preismodelle an: „Driver´s Seat“ (das Unternehmen registriert sich und sucht selbst nach dem richtigen Interim Manager in der MANANTET-Datenbank) sowie „Rear Seat“: Ich erarbeite das Suchprofil gemeinsam mit dem Kunden, übernehme die Suche sowie genau definierte Dienstleistungen und steuere den gesamten Prozess bis zur Vorstellung der Interim Manager beim Kunden vor Ort). Dass ich für diese Dienstleistung ein Entgelt erwarte, versteht sich von selbst.

 

Die Unternehmenskunden nehmen beide Modelle an. Dennoch glaube ich zu erkennen, dass sich ein Nachfragemuster herausbildet: „Driver´s Seat“ wählen die Unternehmen, wenn Interim Manager Standardaufgaben im Unternehmen übernehmen sollen – zum Beispiel eine Vakanzüberbrückung. Werden die Aufgaben komplex, dann greifen die Unternehmen gern auf „Rear Seat“ und damit auf meine Beratung zurück.

 

Weshalb ist das so?

 

Sicherlich schadet es nicht, mit einem Interim-Insider zu arbeiten. Insider stellen dem Kunden überragendes Wissen in ihrem Kerngeschäft zur Verfügung, das immer dann umso wertvoller wird, je weiter sich der Kunde von seinem eigenen Kerngeschäft fortbewegt.

 

Für so ziemlich jede Restrukturierung ist das der Fall, es sei denn, das Unternehmen restrukturiert regelmäßig: Auch das gab es schon immer (Zitat der Chase Manhattan Bank Mitte der 80er Jahre: „If we don´t restructure every six months, our people get lazy!“) und das gibt es auch heute noch.

 

Aber ich denke, das ist es nicht.

 

Wichtiger sind wohl die Erfahrung und die Prägung, die ich mitbringe:

 

Jahrelange Ausbildung im internationalen Bankgeschäft und jahrelange Erfahrung im Firmenkundengeschäft: Mittelstand mit internationaler Ausrichtung (sonst hätten sie nicht mit Chase oder NatWest gearbeitet) und Konzerne. Ich bin versiert in der Bilanzanalyse, kenne die Unterschiede zwischen Ausgaben, Aufwand und Kosten sowie Ertrag und Cashflow – und ich kann noch heute Net Present Values und Internal Rate of Returns berechnen.

 

Das will zwar kein Kunde, aber es hilft mir, die jeweilige Situation im Unternehmen schnell zu begreifen und die Aufgabenstellung einzuordnen – aber auch wesentliche Fragen zu stellen, die weit über das „Welchen Tagessatz wollen Sie bezahlen?“ hinausgehen.

 

Ich habe Europe Online aufgebaut und zu Grabe getragen – und die Gestion Contrôlée in Luxemburg am eigenen Leib durchlaufen. Für kein Geld der Welt möchte ich das noch einmal erleben!

 

Ich habe für debis Systemhaus die Internet Business Solutions aufgebaut und den Verkauf an die Telekom miterlebt – und verurteilt (auch wenn ich den unglaublichen Erlös für Daimler aus dem Kaufpreis noch heute mit feuchten Augen bewundern muss). Ich weiß daher, was ein Vertriebsprozess ist und an welcher Stelle dieser Prozess teuer wird. Ich weiß, was Outsourcing tatsächlich für den Kunden bedeutet und was Scrum, ITIL, CMMI und Prince2 ist. Ich weiß aber auch, welche Schwierigkeiten ein Start-up mit einem völlig neuen Geschäft (Internet im Jahr 1997) in einem überragend erfolgreichen, von Alpha-Tieren geprägten Konzern mit völlig anderem Kerngeschäft (Rechenzentren und Softwareentwicklung) haben kann. Und dennoch war´s wohl die tollste Zeit in meinem Leben als angestellter Manager.

 

Und ich habe Unamite für Accenture aufgebaut und nach dem 11. September 2001 wieder zurückgebaut – bis zu meinem Ausstieg dort. Ich weiß, was Guerilla Marketing und Employer Branding sind – was Projektgeschäft wirklich ist und welche Auslastungsquoten für ein solches Geschäft erforderlich sind.

 

Und ich habe MANATNET, den auf das professionelle Interim Management spezialisierten Internet-Marktplatz für die D-A-CH-Region, „from scratch“ aufgebaut (gegen alle Widerstände!) meinen Gründungs-Partner verloren, restrukturiert – und im vergangenen Jahr zum zehnjährigen Bestehen geführt.

 

Da hast Du das große Bild vor Augen und weißt halt oft, worum es geht.

 

Und mit dem großen Bild vor Augen stellst Du die richtigen Fragen.

 

Und dann bekommst Du die richtigen Antworten.

 

Und dann erst suchst Du nach den richtigen Interim Managern.

 

Völlig richtig:

 

Und dann ist Interim Management alles andere als trivial!

 

THERE´S NO FREE LUNCH – NICHT MAL IM INTERIM MANAGEMENT!

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: UggBoy♥UggGirl [ PHOTO // WORLD // TRAVEL ] – Titel: [ A WORLD of Snack Distinction AWAITS ] The MELIA LUXEMBOURG : Grand Duchy of LuxembourgDie Mail schlug hier auf am Mittwoch um 23.14 Uhr. An info@manatnet und „Sehr geehrte Damen und Herren!“

 

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: XYZ [mailto:x.yz@t-online.de]
Gesendet: Mittwoch, 2. April 2014 23:14

An: info

Betreff: Werksleiter Werkzeugmaschinenbau mit Restrukturierungserfahrung

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich bin selber IM und suche einen Kollegen mit dem o.a. Profil.

Allerdings bin ich nicht registriert und würde dennoch gerne aus ihre Datenbank zugreifen bzw. Empfehlungen von Ihrer Seite folgen.

 

Mit freundlichen Grüßen / with best regards

 

XYZ

sent using iPad

 

 

Ich habe geantwortet um 23.50 Uhr, schon aus Freude an der MANATNET-typisch schnellen Reaktionszeit zu praktisch jeder Tages- und Nachtzeit. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit schneller als all meine Kollegen, die diese Mail in gleicher Weise erhalten haben dürften:

 

Danke für Ihre Nachricht, Herr XYZ,

 

gern bin ich bereit, Ihnen zu helfen und Ihnen die Datenbank von MANATNET zugänglich zu machen. Grundlage hierfür ist der beigefügte Auftrag [Anmerkung: Retainer über 2.500 Euro], der mein Dienstleistungspaket zudem im Detail beschreibt.

 

Bitte ergänzen Sie die Felder am Schluss des Dokumentes und senden Sie mir Ihren Auftrag dann unterzeichnet als Scan zurück. Ich beginne dann sofort mit meiner Arbeit für Ihr Projekt.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Jürgen Becker

Manager Network GmbH

 

 

Bis jetzt, wo ich meinen Blog veröffentliche: Keine Antwort!

 

Nichts. Null. Nada.

 

Nicht, dass ich das erwartet hätte: Die vergangenen Jahre haben meine Erwartungshaltung an einen professionell-partnerschaftlichen Umgang miteinander im Geschäftsleben doch spürbar reduziert.

 

Dennoch gibt es zu dieser Mail einiges zu sagen – wobei ich die beiden Schreibfehler als der späten Stunde geschuldet ansehe und ihnen rein gar keine Bedeutung beimesse: Ich mache auch Fehler! Jedoch:

 

– Ich bin jedes Mal verstört, wenn mein Gegenüber ein Geschäft mit mir machen oder, wie in diesem Fall, ein Geschenk von mir möchte, aber nicht einmal weiß, wie ich heiße. Die Botschaft, die bei mir ankommt, ist verheerend: „Du bist mir als Person grad egal – aber ich hätte gern, dass Du etwas für mich tust!“ Und innig grüßt der Dinosaurier

 

– Der Interim Manager gibt als „Anforderungs-Profil“ an „Werksleiter Werkzeugmaschinenbau mit Restrukturierungserfahrung“. Das ist in etwa so, als wenn jemand sagt: „Ich suche einen Fahrzeug der Oberklasse mit Automatikgetriebe und dynamischem Tempomat.“ Keiner meiner professionellen Interim-Kollegen aus dem AIMP würde hier aufsetzen. Dass der Interim Manager mir unterstellt, ich würde das tun, verstört mich nachhaltig.

 

– Der Interim Manager ist nicht bei MANATNET registriert (ja, das gibt´s tatsächlich!), möchte jedoch dennoch gern auf unsere „Datenbank zugreifen“. Es gibt sie doch immer wieder, die Situationen, in denen selbst ich sprachlos bin. Diese gehört ganz sicher dazu: Weshalb sollte man sich auch heute noch die Mühe machen, wie MANATNET über zehn Jahre einen Pool aufzubauen, den der Eigentümer persönlich qualitätsgesichert hat? Nutzen wir doch einen solchen Pool bei Bedarf: einfach, schnell und unkompliziert! Ist doch Internet: Sollte also nicht allzu schwierig sein….

 

Tatsächlich würde ich einem professionellen Partner Zugang zum MANATNET-Pool gestatten. Vorher hätten wir ein sauberes Such-Profil erarbeitet, Provisionsteilung (in Worten: Fifty-Fifty) im Erfolgsfall abgesprochen – und Daten- sowie Interim Manager-Schutz vereinbart.

 

Jedoch kann es einen solchen Zugang nur auf dieses eine Projekt bezogen und nur indirekt geben: Ich würde selbst für den Partner die richtigen Interim Manager suchen.

 

Ein professioneller Partner wird anerkennen, dass diese meine Arbeitsleistung nicht kostenlos erbracht werden kann. Wer das nicht anerkennt, erwartet implizit ein Geschenk von mir. Geschenke, jedoch, gebe ich freiwillig – man kann sie nicht von mir einfordern.

 

Und genau deshalb habe ich für diese Arbeit den Retainer im Herbst des vergangenen Jahres eingeführt.

 

Und genau deshalb habe ich den Retainer-Auftrag an den IM XYZ gesendet. Ich habe den Ball zurückgespielt. Mein Ball ist in der Hälfte meines Gegenübers ausgerollt und liegengeblieben. Bis heute.

 

Es bleibt die Erkenntnis:

 

There´s no free lunch – nicht mal im Interim Management!

 

„INTERIM MANAGEMENT? GOTTLOB SIND WIR OHNE KLARGEKOMMEN!“

Dark_Prayer_Child_In_Halloween_Makeup_by_D_Sharon_PruittSeit über 10 Jahren arbeite ich im Interim Management. Ich habe schöne Erfolge erlebt und auch Narben davongetragen.

 

Und, ja, ich habe in den ersten Jahren „Kaltakquise“ gemacht: Über 600 Unternehmen angerufen – und mir die Lippen fusselig geredet. Um dann mit Fragen konfrontiert zu werden – wie diesen:

 

„Was bieten Sie? Internet Management?“

 

„Was bieten Sie? Internes Management?“

 

Um dann in jedem Fall, mit einer Engelsgeduld zu antworten: „Nein, wir bieten Interim Management. Das ist eine Art Projektarbeit auf Management-Ebene. Wie in einer Festanstellung – aber eben nur für einen von vornherein genau definierten Zeitraum.“

 

Die Antworten lauteten dann in schöner, enervierender Regelmäßigkeit: „Brauche mer net!“

 

Und, in diesen historischen Zeiten, gab es einen Dauerbrenner, der mich jedes Mal tief erschütterte – ob seiner überbordenden Arroganz: „Interim Manager? Das sind doch alles verkrachte Existenzen, die keinen Job mehr in Festanstellung finden!“

 

Dieser Dauerbrenner ist inzwischen jedoch wohl zu Asche zerfallen. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, diese Logik in den vergangenen sagen wir vier Jahren gehört zu haben.

 

Das ist erfreulich. Und das ist sicher auch ein Ergebnis der nachhaltigen Arbeit von AIMP und DDIM.

 

MANATNET macht seit Oktober vergangenen Jahres wieder „Kaltakquise“ – im Mittelstand. Ich habe an dieser Stelle berichtet und kleinlaut gebe ich zu: Das macht der Chef nicht mehr selbst….

 

Aber, der Chef erhält Berichte über jeden einzelnen Anruf. Und diese Berichte sorgen nahezu täglich dafür, dass ich abends röchelnd am Schreibtisch zusammensacke. Denn in überraschend vielen Fällen kommt ´rüber, dass der deutsche Mittelstand unsere Dienstleistung in vielen Fällen noch immer nicht kennt – und sie wohl deshalb als „Teufelszeug“ ansieht.

 

Und dann kommen halt Aussagen wie diese:

 

„Frau [Name], Personal Chefin (!), teilt mit, dass Interim Management noch nie ein Thema war und man auch keinen Bedarf darin sieht. Sie wüsste gar nicht, in welchen Bereichen man das einsetzen könnte, weil man sich zum Glück noch nie damit auseinandersetzen musste.“

 

Jeder, der sich auch nur etwas der Logik verbunden fühlt, wird den Kopf müde schütteln. Jedoch, der Kern dieser Aussage: „Teufelszeugs“, ist eher typisch als die Ausnahme, wie diese Antworten unterstreichen:

 

„Interim Management: Das entspricht nicht der Vorgehensweise unseres Hauses!

 

Und schließlich, mit Stoß seufzendem Dank an den Allmächtigen:

 

„Interim Management? Gottlob sind wir ohne klargekommen!“

 

 

 

PS: Durch die vielen Zitate scheitere ich heute erstmals an meinen eigenen Zielen für den Blablameter. Interim Managment im Mittelstand ist halt ein recht trübes Thema…

 

EINE ART „SELF-FULFILLING BLOG-PROPHECY“

Michelangelo_Buonarroti_Jeremia_Sixtinische_Kapelle_RomSeit dem 1. September 2007 schreibe ich mein Blog zum Interim Management. Ohne, dass ich das registriert hätte, sind inzwischen glatt sechs Jahre ins Land gegangen.

 

Jede Woche. Freitags um 15.00 Uhr. Die Ausnahmen kann ich an einer – nicht zwei! – Händen abzählen. Mein Blog hat viele treue Leser – und dafür bin ich sehr dankbar.

 

Ein Leser schrieb mir mal: „Ich warte freitags immer auf Ihr Blog: Danach kann ich gutgelaunt ins Wochenende gehen!“ Fein!

 

Ich schreibe mein Blog nicht zur Selbstverwirklichung, wie ein guter Freund einmal vermutete. Dennoch gebe ich zu, dass ich gern für mein Blog schreibe – und keinesfalls empfinde ich das als Last. Ich schreibe aber auch darüber hinaus viel – und so gar nicht dicht am Blog oder am Interim Management.

 

Natürlich schreibe ich mit dem alles überragenden Ziel, meine Leser zu erfreuen – in dem Sinne, dass sie mein Blog einfach gern lesen. Ich möchte niemanden bekehren, nicht missionieren und auch keinem Besserwissertum frönen. Hingegen möchte ich schon zu ein wenig mehr Ehrlichkeit in dem ach so tollen „Super-Dooper“-Interim-Geschäft beitragen.

 

Der Nebeneffekt ist sicher, dass ich mich im Internet als Insider im Interim-Geschäft positioniere. Das gelingt recht gut – und erstaunlich wenigen meiner Wettbewerber: Auch hier kann ich sie an einer Hand abzählen.

 

Ich schreibe für meine Leser – nicht für Suchmaschinen: Ganz ausdrücklich nicht!

 

Prompt wies mich ein Leser gutmeinend darauf hin. Zwar achte ich sicher darauf, dass die Begriffe Interim Management, Interim Manager und was weiß ich noch was angemessen im jeweiligen Text vorkommen. Die Quote (relevante Key-Words zur gesamten Anzahl der Wörter) rechne ich aber ebenso sicher nicht aus.

 

Stattdessen lasse ich meine Texte stets durch den Blablameter scannen und den „Bullshit-Index“ errechnen: Ein nettes Spielzeug zwar, das aber doch ganz gute Hinweise auf den Anteil sprachlicher Schwächen oder gar Geblubber liefert. Regel: Meine Blogeinträge dürfen keinen Bullshit-Index mit einer „3“ vorn haben. Meist liegt er deutlich darunter.

 

Einigermaßen überrascht es mich dann aber, welche Blogartikel über einen langen Zeitraum den größten Zuspruch erhalten!

 

So gibt es seit Wochen ein Kopf an Kopf-Rennen zwischen „EINE TYPISCHE WOCHE IM INTERIM MANAGEMENT“ und „YOU ALLWAYS HAVE TO BE THREE MONTHS AHEAD OF YOUR SUPERVISORY BOARD“. Der Artikel auf dem Bronze-Rang fällt dagegen schon deutlich ab: „AIMP JAHRESFORUM – EINE GROSSE FAMILIENFEIER“ hat nur halb so viele Zugriffe wie die beiden ersten (jeweils).

 

Ich frage mich ständig, was diese beiden Artikel für meine Leser so attraktiv macht. Kleinlaut gebe ich zu: Ich weiß es nicht!

 

Möglicherweise sind beide Einträge so beliebt, weil sie ans Eingemachte gehen, weil sie echte Geschichten aus meinem Provider-Leben teilen. Und weil sie dann irgendwann in meinem Blog selbst als „meistgelesene Artikel“ besonders herausgestellt – und dann wieder von vielen neuen Lesern gelesen werden.

 

Es bleibt ein Rätsel – aber vielleicht auch nur:

 

Eine Art „self-fulfilling blog-prophecy“.


DENK ICH AN SEPA IN DER NACHT, DANN BIN ICH UM DEN SCHLAF GEBRACHT

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: D. Sharon Pruitt – Titel: Another Fun Day With Crazy SistersExakt einen Monat ist er vorbei, der Heiligabend! Wer hätte gedacht, dass ich bereits jetzt schon wieder so reich beschenkt werden würde…!

 

SEPA heißt das Präsent, schnuckelig verpackt von einer Europa-Bürokratie, die mir schon früh im Jahr eine wohl beispiellose Fassungslosigkeit beschert hat.

 

SEPA: Single European Payment Area.

 

Nun: Ich war vorbereitet – begleitet man als Ex-Banker doch beinahe reflexartig die wichtigen Themen aus der Finanzwelt. So war mir die Verballhornung der neuen IBAN, die in unendlicher Weisheit die bisherige Kontonummer mit der bisherigen Bankleitzahl in einem neuen Zahlenungetüm verknüpft – und ein Länderkürzel samt Prüfziffern voran- und einstellt:

 

IBAN, die schreckliche!

 

Vor meinem, noch aus alter Kundenorientierung getrübten Auge, laufen Omas in Scharen in ihre Filiale – in der Hoffnung, dass zumindest die nette „Bankbeamtin“ ihnen helfen wird, die neue, 22- bis 34-stellige IBAN für ihr bisher so vertrautes Konto ohne Lupe in die zahllosen Formulare einzusetzen…

 

Womöglich werden sich im Laufe der Zeit Kandidaten bei „Wetten dass…?“ melden mit dem Angebot: „Wetten, dass ich die zehn IBANs meiner wichtigsten Kunden auswendig herunterbeten kann, ohne von Schreikrämpfen geschüttelt aus der Halle zu rennen?“

 

Lapidar kommentierte dies eine Mitarbeiterin meiner Bank: „Wir haben ja noch bis 2016 Zeit!“

 

Ich weiß nicht wieso, aber ich verließ die Bank in der tiefen Überzeugung: Bis dahin wird sie schwanger sein…!

 

Mir jedoch stand ein weiteres Desaster noch bevor…!

 

Das Lastschriftverfahren nach SEPA!

 

Ich erspare meinen Lesern die Details zu: Gläubiger-ID bei der Bundesbank anfordern; für jede Lastschrift neue Referenznummern vergeben; die Zahlungspflichtigen informieren – auch über deren eigene IBAN, die wir nicht haben, sondern beschaffen müssen; und über den Betrag, den wir abbuchen und wann – auch wenn das seit Jahren unverändert ist.

 

Neue Fristen und Verfahrensregeln, die die Bank für das Einreichen der Lastschriften vorgibt: Wir müssen jetzt jeden Monat manuell (!) den Einzug anstoßen, auch wenn wir die neue Software nutzen, ohne die gar nichts geht und die wir – natürlich – erwerben müssen. Der Klassiker halt: Der Kunde macht die Arbeit und wird dafür auch noch zur Kasse gebeten.

 

Und schließlich jede Lastschrift neu ins System einpflegen. Bis dann die Bank feststellte, dass unser Konto, das wir seit einer Dekade dort führen, nicht für SEPA-Lastschriften freigeschaltet war. „Können Sie nicht eben die Datei, die ich Ihnen sende, ausdrucken, unterschreiben und vorbeibringen (!)?

 

Unspektakulär schützte mein Cabrio einen taumelnden Mittelständler auf seinem Weg zur Bank – mit einem Bladl in der Hand. Gekennzeichnet: Eilig!

 

Wir wollen nicht vergessen: Das alles für einen Prozess, der seit 10 Jahren reibungs- und problemlos ablief!

 

Tatsächlich hab ich mit dem Gedanken gespielt, ob dieses Irrsinns, der mein Unternehmen über Tage nahezu lahmlegt, unser Preismodell EQUILIBRIUM zu kassieren.

 

Gottlob kam über meinen Geburtstag, der durch eine weibliche „Firewall“ vor dem SEPA-Mist abgeschirmt war, die Erkenntnis: „Was können die Interim Manager dafür?“

 

Und deshalb ändert MANATNET sein Preismodell sicher nicht aufgrund des Irrsinns von Bürokraten!

 

Ebenso sicher ist:

 

Denk ich an SEPA in der Nacht,

dann bin ich um den Schlaf gebracht!

 

TRADITIONELLES DENKEN IM INTERIM MANAGEMENT

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: Angie525A – Titel: mal anders!Irgendwie erinnert mich ein Jahresende immer an eine Häutung. Das alte Jahr wird abgestreift – matt und zerschlissen. Nichts mehr ist zu ändern.

 

Das neue Jahr liegt vor uns – glänzend und unbefleckt. Vieles noch können wir gestalten. Oder es zumindest versuchen.

 

Mir fällt jedoch auf, dass die meisten Menschen, mit denen ich spreche, erstaunlich wenig Gestaltungswillen erkennen lassen. Stattdessen ist Behüten und Bewahren angesagt, werden stets aus der Erfahrung heraus die Dinge kommentiert und eingeordnet.

 

Was war und wie war das? Die Antworten auf diese beiden Fragen werden dann mit einem erstaunlichen Beharrungsvermögen extrapoliert – und dann weiß man, wie´s ist und wie´s wird.

 

Auch in 2014.

 

Auch in der Politik.

 

Auch in der Wirtschaft.

 

Auch im Interim Management.

 

Kaum einer stellt sich in meiner Gegenwart einmal die Frage: Was ist, wenn die Extrapolation, der leitende Rückspiegel, das falsche Mittel ist – und das auch noch völlig? Was ist, wenn´s einmal ganz anders kommt?

 

Ich denke hierbei nicht unbedingt nur an die Staatsschulden-/Eurokrise: Da wird mir sofort ganz anders!

 

Ich denke daran, was die Menschen gesagt haben, als dramatische Veränderungen anstanden – sie aber nicht erkannt wurden.

 

Als die Eisenbahn aufkam: „Die Geschwindigkeit der Eisenbahn macht die reisenden Menschen krank!“ Damals etwa 30 Kilometer in der Stunde.

 

Oder als das Telefon aufkam: „Es wird wohl in jeder größeren Stadt eins geben!“

 

An Computerwelt möchte ich erst gar nicht denken:

 

„Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“ (Thomas Watson, Vorstandsvorsitzender von IBM, 1943)

 

„Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand in der Zukunft einen Computer bei sich zu Hause haben sollte.“ (Ken Olson, Präsident, Vorstand und Gründer von Digital Equipment, 1977)

 

Ich möchte nicht gleich zu Beginn des neuen Jahres klugscheißerisch wirken. Aber ich stelle mir schon die Frage: Können wir uns ein solches traditionelles Denken noch leisten? Zaghaft und nach hinten gerichtet.

 

Für MANATNET lautet die Antwort: Nein! Meine Leser wissen das. Wir denken neu, mutig und mit dem Blick nach vorn. Das geht auch schon mal schief und da gibt´s auch schon mal eins aufs Maul.

 

Dennoch halte ich diesen Weg für den besseren. Auch im neuen Jahr. Deshalb arbeiten wir weiter – wenn auch meist recht einsam – gegen:

 

Traditionelles Denken im Interim Management.

 

DAS INTERIM-GESCHÄFT IST KEINE CASH COW!

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: Steve Arnold – Titel: No, I don´t Got MilkSicher. Der Wirtschaftsprüfer wird noch das eine oder andere in unserem Zahlenwerk massieren.

 

Dennoch: Am Umsatz wird er nichts anpassen.

 

Und so bleibt festzustellen, dass MANATNET im Jubiläumsjahr ein Wachstum von knapp 25 Prozent hingelegt hat. Darauf bin ich durchaus ein wenig stolz.

 

Unterm Strich, also neudeutsch „Bottom Line“, ist jedoch spürbar weniger hängen geblieben als in den Vorjahren. Ein auf den ersten Blick trüber Befund, den ich jedoch sehenden Auges hingenommen habe:

 

Selbstverständlich hat sich der Jubiläumsbonus in Höhe von 10 Prozent niedergeschlagen – über den sich die Kunden im Gegenzug freuen durften.

 

Weit mehr haben sich jedoch die Investitionen in MANATNET niedergeschlagen. Ich bin davon überzeugt, dass Interim Provider inzwischen gezwungen sind, permanent in ihr Unternehmen zu investieren, wenn sie dauerhaft am Markt bestehen wollen. Dummerweise lassen sich in meiner (IT-) Welt halt nicht alle Dinge aktivieren und werden somit sofort in vollem Umfang ergebniswirksam.

 

Aber diese Dinge waren wichtig, um unsere Pole Position im Internet basierten Interim Management gegen zunehmenden Wettbewerb zu verteidigen.

 

Unterm Strich, und entgegen manchen landläufigen Meinungen, unterstreicht das:

 

Das Interim-Geschäft ist keine Cash Cow!

 

MANATNETS WEIHNACHTSGRÜSSE

"Venus und Mars - frei nach Botticelli" - © Gaetano Gross für MANATNET - 2013
„Venus und Mars – frei nach Botticelli“ – © Gaetano Gross für MANATNET

 

Das Jahr 2013 steht unmittelbar vor seinem Ende. Schön war´s – und unterirdisch! Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Alt und Neu, zwischen Misstrauen und Vertrauen – zwischen Krieg und Liebe.

 

Ich habe Gaetano Groß gebeten, für MANATNET in diesem Jahr eine „andere Weihnachtskarte“ zu schaffen – ohne die vertrauten Attribute wie Sterne, Kerzen, Tannen und Ähnliches. Sicher: Wir kultivieren damit auch die Andersartigkeit von MANATNET. Aber dennoch war unsere Intention eine andere:

 

Sandro Botticelli, einer der großen Maler der Renaissance, griff mythologische Themen völlig neu auf. Bis dahin war die Darstellung fast lebensgroßer und nackter oder spärlich bekleideter Figuren in der Malerei nicht üblich: Eine Art „Eye-Catcher“ des Quattrocento. Zu den interessantesten und zugleich gefährlichsten Eigenschaften dieser antiken Göttergeschichten zählt jedoch ihre Vieldeutigkeit, die sich in keinem Fall auf den ersten Blick erschließt.

 

Ich lade Sie deshalb zum Jahresausklang ein zu Ihrer ganz persönlichen Deutung:

 

Weshalb ist – anders als üblich – Venus bekleidet und Mars nicht?

 

Weshalb sieht Mars so wenig männlich aus – und ist seiner Waffen ledig?

 

Weshalb ist Venus so „zugeknöpft“?

 

Weshalb aktualisiert der Künstler das Werk aus dem Jahr 1483 im Stil der Pop-Art – und nicht anders?

 

Und: Klingt die politische Situation in Deutschland an in diesem Werk – oder nicht?

 

Vieles, viel zu vieles, in unserer Welt nehmen wir wahr, ohne es zu hinterfragen!

 

In diesem Sinne danke ich Ihnen, meinen Lesern, für Ihre Verbundenheit, wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2014 – ganz egal, wie der Satyr unten rechts darüber denken mag!

 

Jürgen Becker