MANATNET KANN KEINE FERIEN!

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: Rittersporn – Titel: Schau mir in die Augen!

Neues steht an im Interim Management bei MANATNET. Am Wochenende habe ich die Maßnahmen für die kommenden beiden Monate mit meinem größten Kritiker, meinem Bruder, besprochen. Wieder sind kleinere Ecken rundzufeilen. Das ist immer so. Daher schätze ich diese Gespräche mit meinem Bruder. Die anderen auch.

 

Unser Internet-Partner, April&June GmbH, hat die letzten Bugs in der neuen Datenbank behoben. Ich teste abschließend.

 

Ein wichtiges, neues Video muss gedreht werden. Das kleine Drehbuch steht – zumindest für ein paar Tage. Dann ändere ich doch wieder etwas.

 

Auf der B2B-Plattform eines DAX-Unternehmens musste MANATNET als neuer Anbieter registriert werden. Trotz Internet-Affinität ging dafür ein ganzer Vormittag drauf. Nun ja, wenn´s dem Geschäft hilft….

 

Mein „Retainer-Blog“ vom vergangenen Freitag schlug einige Wellen im sommerlichen Badesee – und verzeichnete mit die höchsten Zugriffszahlen innerhalb einer Woche.

 

Der deutsche Michel ist überrascht, weil Deutschland (das reine!) seit den siebziger Jahren im Sport wohl genauso gedopt hat, wie alle anderen. Man ist ebenso überrascht, wie über die NSA-Abhörgeschichten. Das wiederum überrascht den Minister der Finsternis.

 

Und gestern war „Weltkatzentag“

 

Who cares about Interimsmanagement?

 

Mich deucht:

 

MANATNET kann keine Ferien!

 

EHRLICHE PREISE AUF ALLES – AUSSER TIERNAHRUNG!

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: Erbitux – Titel: Ein Freund

 

Tatsächlich hat es Leute gegeben, die MANATNETs Jubiläums-Bonus zum Anlass nahmen, mein Unternehmen mit dem Praktiker-Baumarkt gleichzusetzen. Nicht ohne zu versäumen, ein seherisches „Sie werden schon sehen, was Sie davon haben…!“ hinterherzuschieben.

 

Und obendrein: MANATNET macht solch ein Teufelszeug ja nicht zum ersten Mal!

 

Noch heute gibt es Wettbewerber, denen unser Solidaritätsabschlag aus dem Januar 2009 (!) die Zornesröte ins seriöse Gesicht treibt. Wir erinnern uns: Im letzten Quartal 2008 brach die deutsche Wirtschaft im Zuge der Lehmann-Pleite und der Kollateralschäden massiv ein. Es gab Automobilzulieferer, die mir davon berichtet hatten, ihre Aufträge seien um fünfzig Prozent weggebrochen. Beispiellos in der deutschen Wirtschaftsgeschichte!

 

Wir wissen, wie´s dann weiterging. Zwar steht die deutsche Wirtschaft inzwischen wieder gut da – und auch MANATNET hatte folgerichtig den Solidaritätsabschlag im April 2010 zurückgenommen. Vorher half die Regierung jedoch massiv – unter anderem mit Abwrackprämien und mit einem deutlich verlängerten Kurzarbeitergeld, das zudem auch noch für jedes Unternehmen geöffnet wurde, dessen Geschäft auch nur die Randbereiche der Automobil- oder Metallindustrie sowie des Maschinenbaus ankratzte.

 

Formulieren wir´s anders: Der deutsche Michel vulgo Steuerzahler half den Unternehmen massiv.

 

Dass dann ein Interim-Provider seinen im Vergleich nur mit dem Elektronenmikroskop erkennbaren Beitrag zur Hilfe leisten wollte. Nun, das ging ja mal gar nicht! Wo samma denn hier?

 

Schon damals diente der Baumarkt als praktikable Klatsche gegen MANATNET.

 

Wie dann erneut zum Jubiläumsbonus im Mai.

 

Und gestern meldete Praktiker Insolvenz an…

 

Seitdem tickt hier auf meinem Schreibtisch ein Kurzzeitmesser. Ich werde ihn in dem Moment stoppen, wenn sie hier ankommt, die Botschaft: „Und genau das steht MANATNET auch bevor!“

 

Nun denn, Ihr Lieben: Praktiker meldet Insolvenz an aufgrund jahrelanger Verluste, Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit. Und Praktiker ist der einzige Baumarkt, bei dem nicht die Eigentümerfamilie letztlich das Sagen hat.

 

MANATNET ist die nächsten drei Jahre zahlungsfähig, selbst wenn wir in den kommenden beiden Jahren nicht ein einziges Interim Mandat besetzen sollten. Mein Unternehmen schreibt ausnahmslos schwarze Zahlen, seitdem ich das Unternehmen zum Ende des Jahres 2009 übernommen habe (War das nicht das Jahr mit dem Solidaritätsabschlag…?).

 

Die smarten unter meinen Wettbewerbern haben dann aber noch immer einen Pfeil im Köcher: „Ha, aber MANATNET weist in der Bilanz noch Schulden aus!“

 

Klar, Jungs. Aber das ist alles Eigentümer-, alles mein Geld! Wo wäre es derzeit besser investiert als in MANATNET!?

 

Wie kommentierte Karl-Erivan Haub, Chef des OBI-Mutterkonzerns Tengelmann die Praktiker-Pleite gestern (Quelle: faz.net):

 

„Der Drogenabhängige ist gestorben“, sagte Haub mit Blick auf Praktiker weiter. Die Rabatt-Strategie der Kette sei nicht aufgegangen: „Man muss immer mehr geben, damit man einen Kick hat.“ Die Verbraucher wollten vielmehr „ehrliche Preise“.

 

„Ehrlich“ heißt das Zauberwort: So einfach ist das – und genau dafür steht MANATNET von Anfang an:

 

Ehrliche Preise auf alles – außer Tiernahrung.

 

MANATNET BLEIBT ABSOLUT ZUVERLÄSSIG

 

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: Koshy Koshy – Titel: Strange Things Are Happening These Days!

Was treibt einen Interim-Insider regelmäßig auf ein Blog für Freelancer? Nun, dieses Blog ist wohl von einiger Relevanz, sonst würden mich die Themen nicht ansprechen.

 

Ich sage es ausdrücklich: Timo Bock und ich folgen uns gegenseitig auf Twitter – das ist es aber auch. Wir haben keine gegenseitigen Marketingaktivitäten für das jeweils andere Blog vereinbart oder etwas in dieser Art. Dennoch gehe ich heute schon wieder auf das 4freelance-Blog ein, dessen Gastbeitrag in dieser Woche von Alexander Meneikis kommt und der überschrieben ist mit „Tatsächlich ein simples Erfolgsrezept“.

 

Ich zitiere auszugsweise:

 

„Es ist nicht übermäßig schwer, weiter zu kommen. Neulich habe ich meinen Track Record mal Revue passieren lassen – gar nicht so übel…

 

Wie habe ich das geschafft? Sehr gerne würde ich jetzt ein spektakuläres „Geheimnis“ lüften. Habe aber keins. Ich habe einfach immer weiter gemacht.

 

Wenn es ein „Geheimnis“ gibt, dann dieses: Verhalten Sie sich einfach NICHT vollkommen bescheuert.

 

Voraussetzung jedes wirtschaftlichen Erfolges ist natürlich, dass Sie einen Nutzen bieten, den Ihre Zielgruppe subjektiv als relevant erachtet. Ohne diese Voraussetzung ist jede weitere Strategie nutzlos.

 

Wenn Sie einen Rückruf ankündigen, führen Sie ihn tatsächlich aus.

 

Wenn Sie einen Termin haben, erscheinen Sie dort tatsächlich.

 

Wenn Sie eine Zusage gemacht haben, halten Sie sie ein – dazu gehört natürlich, vorher zu wissen, was Sie einhalten können und was nicht.

 

Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, bringen Sie ihn wieder in Ordnung. Falls der Kunde es bemerkt hat, gestehen Sie den Fehler ein und wieseln nicht darum herum.

 

Klingt banal? Ist es.

 

Es verblüfft mich aber, wie viele Unternehmer diese einfachen Dinge nicht tun.

 

Entweder sie arbeiten sich ab, ihren Nutzen den falschen Leuten anzubieten (die diesen Nutzen subjektiv nicht als relevant erachten), oder sie sind durchweg unzuverlässig.

 

Unzuverlässigkeit ist der Normalfall.

 

Unschärfe in der Kommunikation ist der Normalfall.

 

Wer sich kontinuierlich nicht-behämmert verhält, ist die begehrte Ausnahme.“

 

Soweit das Zitat.

 

Ich könnte ihn umarmen, Herrn Meneikis!

 

In meinem Blog bin ich auf diese Unzuverlässigkeit mehrfach und zu unterschiedlichen Anlässen eingegangen. Und mir wurde „Larmoyanz“ vorgehalten. Weil ich diese Unzuverlässigkeit kritisiert, ja angeprangert habe.

 

Die Älteren unter uns erinnern sich: In längst vergangenen Zeiten war Zuverlässigkeit eine der „deutschen Tugenden“ schlechthin! Sie hatte einst Premiumpreise gerechtfertigt.

 

Wenn heute mein Gegenüber seine eigene Zusage – und sei es nur für einen Rückruf – einhält, erschrecke ich fast! Aus meiner Sicht gilt das für Unternehmer gleichermaßen wie für Unternehmen. Denn dies ist ein menschliches Verhaltensmuster – ganz unabhängig davon, wer das ist und wo der Mensch arbeitet.

 

Es bleibt die Frage: Was hat zu diesem (neuen) Verhaltensmuster geführt? Auch wenn die Antwort müßig ist, sie interessiert mich doch brennend. Denn ich möchte gern verstehen, weshalb wir die Grundlage jeden „vernetzen Arbeitens“ verraten, wo wir doch unermüdlich von einer „vernetzten Welt“ sprechen.

 

Für den Minister der Finsternis ein seltenes Unterfangen, muss ich daher Herrn Meneikis ohne jede Einschränkung zustimmen: Unzuverlässigkeit ist der Normalfall. Welch´ eine traurige neue „Norm“!

 

Da wirken Sie dann schon als Super-Typ, wenn Sie sich genau so eben nicht verhalten. Und das ist ein an Banalität tatsächlich kaum zu überbietendes Erfolgsrezept. Es bleibt die Frage: Weshalb machen das so entsetzlich wenige?

 

Und dann habe ich schon gehört: Antworte nicht so schnell! Dein Gegenüber könnte glauben, dass Du das ganz leicht machen kannst. Und das entwertet Deine Arbeit gegenüber Deinem Kunden.

 

Donnerwetter!

 

Da halte ich mein Unternehmen lieber ganz banal ausgerichtet und dicht an Herrn Meneikis:

 

MANATNET bleibt absolut zuverlässig.

 

AGENTUREN: LETZTLICH WOHL DOCH NICHT SO SCHLECHT!

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: D. Sharon Pruitt – Titel: Eye Surprise

In meinem Interim Management-Blog habe ich das noch nie gemacht: Heute mache ich es!

 

Ich antworte in meinem Interim-Blog auf einen Beitrag in einem Blog für Freelancer. Dieser andere Blogeintrag ist überschrieben „Das passt mir an Recruiting Agenturen nicht“ – ein Gastbeitrag von Robert Flachenäcker, veröffentlicht im Blog von Timo Bocks 4freelance.

 

Herr Flachenäcker richtet seinen Beitrag an „Liebe Kolleginnen und Kollegen, Agenturen…“. MANATNET gilt in diesem Markt als Agentur. Daher fühle ich mich angesprochen – und deshalb regiere ich heute.

 

Herr Flächenäcker unterteilt seinen Text in fünf Blöcke: Ich empfehle, jeden Block im Original zu lesen, weil ich darauf eingehen werde:

 

1. Die Margen sind zu hoch:

 

Nun ist es ein hoffnungsloses Unterfangen, zu erwarten, dass derjenige, der zahlen soll, die Margen als „zu niedrig“ bezeichnen würde. In dem wirtschaftlichen Rahmen, in dem wir leben, versuchen – welche Erkenntnis! – beide Parteien, für sich das Beste zu erreichen: Der Kandidat möchte möglichst wenig abgeben, die Agentur möchte möglichst viel erhalten. In einer partnerschaftlichen Ausrichtung werden sich beide Parteien exakt in der Mitte treffen. Weshalb? Weil sich dann keiner als Verlierer oder übervorteilt fühlt.

 

Nun stellt Herr Flachenäcker fest (!), „10 bis 15 % Marge reichen aus“ – begründet wird die Feststellung jedoch in keiner Weise. Die Betriebswirte unter uns werden zudem darauf hinweisen: Eine Spreizung innerhalb der Marge von 33 oder 50 Prozent – je nach Betrachtungsweise. Ein Schuss ins Blaue?

 

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Sie können als Agentur letztlich mit 15 Prozent hinkommen, wenn Sie den eigenen Laden beinhart auf Effizienz getrimmt haben. Ich überlasse es meinen Lesern, zu werten, welche Agenturen sie als beinhart effizient aufgestellt ansehen.

 

Sobald Sie aber auf den Feldern Qualität, Technologie und Innovation führend sein wollen, geht das nicht mehr. Auch hier weiß ich, wovon ich rede!

 

2. Recruiter geben wenig und nehmen viel:

 

Herr Flachenäcker kritisiert, Agenturen seien keine „Vertriebspartner für uns, sondern nur für sich“. Mit Verlaub, Herr Flachenäcker: Hier irren Sie gewaltig! Agenturen „vertreiben“ ausschließlich „Euch“, die Leistungserbringer, und niemals „sich“ selbst! Ich habe noch keinen Kunden erlebt, der die Agentur „kaufen“ wollte, dafür wollten alle ausnahmslos Interims Manager „kaufen“. Und: „Verhökern“ lassen sich die Kunden ohnehin nichts – zumindest nicht die, die ich kenne.

 

Ebenso sicher ist es jedoch, dass eine Agentur, wenn sie denn professionell unterwegs ist, niemals Sie als Individuum „verkaufen“ wird, sondern stets nur als Teil wie auch immer gearteter Gruppen von Kandidaten vergleichbarer Qualifikation. Nur dann, wenn Sie der Einzige sind, der die geforderte Qualifikation mitbringt oder verfügbar ist, wird das anders sein – und die Agentur wird ihren Kunden darauf hinweisen.

 

Auf eine „Garantie“ zu hoffen, ist mutig – aber Sie deuten ja an, dass Ihnen das „viel Geld wert“ sei. Das werden Sie auch brauchen! Eine Garantie – in welchem Geschäft auch immer – wird es niemals kostenlos geben, weil Ihnen ein Dritter ein Risiko abnimmt, das Sie selbst nicht tragen wollen. Zudem meldet sich eine hintere Ecke in meinem Hirn: „Welche Auswirkungen hätte das auf den Tatbestand der Scheinselbstständigkeit?“

 

Zudem stelle ich mir die Diskussionen mit den Kunden vor: „Nein, Sie können nicht Kandidat X wählen! Sie müssen den Kandidaten A nehmen, denn ich hab dem eine Garantie gegeben!“ Es kann gut sein, dass Sie dann auf einen recht verstörten Gesichtsausdruck gegenüber treffen werden.

 

3. Knebel- und Ausschlussverträge:

 

Herr Flachenäcker schreibt: „Ein normaler Mensch kann einen Vertrag mit einer größeren Agentur eigentlich nicht schließen.“

 

Ich frage: „Herr Flachenäcker, weshalb tut ein normaler Mensch das dann – und boykottiert das nicht?“ Wo doch die eigene Freiheit ein, wenn nicht sogar der wesentliche Motivator für die Selbstständigkeit ist.

 

Ein nettes Gedankenspielchen: Was wäre, wenn alle Kandidaten solche Verträge boykottierten? Was wäre, wenn der komplette deutsche Markt dem (angelsächsischen) MANATNET-Modell folgte: Die Interim Manager erhalten das komplette Honorar vom Kunden und geben dann den MANATNET-Anteil ab – und das auch nur dann, wenn Cash tatsächlich geflossen ist?

 

4. Recruiter sind oft nicht in der Lage zu erkennen, was ihre Kunden wirklich benötigen:

 

Hier hat Herr Flachenäcker Recht. Für diese Schwäche gibt es jedoch ganz offensichtliche Gründe: Schauen Sie sich an, wer das „Recruiting“ in den Agenturen macht. Wie alt sind die Mitarbeiter? Welche Berufserfahrung bringen sie mit – außerhalb der Agentur-Szene? Wie viele Unternehmen oder Unternehmensbereiche haben sie selbst geführt?

 

Hinzu kommt: Auch auf Seiten der Kunden spielen nicht in jedem Fall die „Seniors“ mit, sondern Mitarbeiter, die oftmals nur die Kriterien (vulgo Texte) der Fachabteilung durchreichen. Eine professionelle Agentur wird deshalb oftmals zurück in die ersten Stufen der Prozesskette mit dem Kunden gehen, bevor Gespräche „auf Augenhöhe“ oder gar kritisch hinterfragende Beratung des Kunden überhaupt möglich sind.

 

Das erklärt aber nur zum Teil, weshalb die Kandidaten oftmals (und nicht hin und wieder) Projektanfragen erhalten, für die sie der falsche Kandidat sind.

 

Die Gründe sind auch hierfür ganz simpel: Schlechte Datenbanktechnik und schlecht gepflegte Datenbankinhalte.

 

Schlechte Datenbanktechnik können Sie einfach durch gute Datenbanktechnik ersetzen. Okay, Sie müssen viel Zeit investieren und obendrein viel Geld: Auch hier weiß ich, wovon ich rede. Mehr jedoch müssen Sie nicht machen. Ach ja, doch: Die 10-15 % Marge überdenken….

 

Schlechte Datenbankinhalte sind letztlich Sache der Kandidaten. Ja, ich meine das tatsächlich so, denn dies ist eine Bringschuld der Kandidaten! Immerhin reden wir hier von den „Verkaufsunterlagen in eigener Sache“. Je besser diese Unterlagen, je besser die Ergebnisse jeder Datenbankabfrage. Denn das GIGO-Prinzip ist unverändert gültig: Garbage in – Garbage out!

 

Eine gute Agentur wird ihre Partner-Kandidaten aber stets darauf hinweisen, dass die Unterlagen dabei sind, zu veralten. Und vielleicht wird sie das auch sogar dreimal machen, wie MANATNET. Dann aber, sollte dies alles ergebnislos verlaufen, auch die Geschäftsverbindung mit einem solchen Kandidaten kündigen.

 

Mit Schrotkugeln hat dieser Ansatz jedoch rein gar nichts gemein.

 

5. Verkaufen statt vermitteln.

 

Auch hier stimme ich Herrn Flachenäcker weitgehend zu. Ich kenne selbst genügend Markteilnehmer, die ganz offen von „Kandidaten einkaufen“ sprechen – eine Nebelkerze für „die Kandidaten im Tagessatz drücken“.

 

Auch hier, wie bei den Verträgen, gilt: Weshalb akzeptieren die Kandidaten das? Sie können doch ihre Zusammenarbeit auf Agenturen beschränken, die von Beginn an sagen, welchen Anteil sie berechnen werden. Hierzu gehört MANATNET – mit 25 oder eben den anfangs genannten 15 %.

 

Unterm Strich danke ich Herrn Flachenäcker für seinen Beitrag, weil er mir die Gelegenheit gibt, eine etwas differenziertere Sicht darzustellen. Jedem bleibt es selbst überlassen, welcher Sichtweise er eher zuneigt.

 

Offen bleibt jedoch die Frage: „Wenn Ihnen das an Recruiting-Agenturen alles nicht passt: Weshalb arbeiten Sie dann mit denen zusammen?“

 

Ein einfach gestrickter Geist wie meiner findet dafür nur eine überzeugende Antwort:

 

Agenturen: Letztlich wohl doch nicht so schlecht!

 

BELANGLOSES KOMMT NIE VON MANATNET!

 

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: schlappohr – Titel: Ich bin soo müde

Sehr zum Leidwesen aller Presse-Dienstleister bringt MANATNET nur dann eine Pressemitteilung, wenn wir wirklich etwas zu sagen haben. Denn die populäre Vergewaltigung von (Online-) Pressemeldungen als Turbolader im Rahmen der eigenen Suchmaschinen-Optimierung ist für jeden Insider ein Grauen. Nicht zuletzt auch für die Journalisten, die in belanglosem Zeugs untergehen.

 

So hatte sich MANATNET im Jahr 2010 auf drei und im Jahr 2011 auf zwei Pressemitteilungen beschränkt. Im Jahr 2012 hatten wir dann ganz ausgesetzt – um dann an diesem Montag gleich zwei Meldungen zu veröffentlichen.

 

Ganz offensichtlich wurden unsere Informationen als „relevant“ eingeordnet, denn die Abrufe der Journalisten erreichten in kürzester Zeit ein für uns nie erreichtes Volumen: Heute Morgen um 11.00 Uhr (also nur vier Tage später) weist die Statistik für unseren „Jubiläumsbonus“ 1.015 Abrufe nach – und für mein Interview „Interim Management: Kenn´ ich nicht – mach´ ich nicht!“ noch einmal rund 54 Prozent mehr (1.563 Abrufe).

 

MANATNET_PR_STATS_10_MAI_2013

 

Zur Klarstellung: Diese Meldungen wurden von den Journalisten selbst abgerufen, also vom Presseportal heruntergeladen – keineswegs von uns in deren E-Mail-Eingang gemüllt.

 

Möglicherweise ist die Schlussfolgerung zulässig:

 

Belangloses kommt nie von MANATNET!

 

GUTE INTERIM MANAGER ZU FAIREN PREISEN

AIMP Urkunde zum 10-jährigen Jubiläum von MANATNET gestalter von Gaetano Groß

Nun denn: Heute feiern wir unser zehnjähriges Jubiläum! Gestern, am 5. Mai vor 10 Jahren, haben wir MANATNET als auf das Interim Management spezialisierten Marktplatz freigeschaltet. Wer möchte, kann sich hier unsere Pressemitteilung von damals anschauen oder den kleinen Artikel, den die Zeitschrift Capital ein paar Monate später brachte.

 

Viel ist geschehen in den vergangenen Jahren, aber nun haken wir diese ersten zehn Jahre ab: Die Tür steht offen zur nächsten Dekade.

 

In den kommenden zehn Jahren werden wir unser Geschäft deutlich ausbauen. Hierfür müssen wir den Marktplatz noch nutzerfreundlicher und bekannter machen.

 

Als ersten Schritt haben wir deshalb den Registrierungsprozess für Interim Manager vereinfacht. Noch in diesem Quartal werden wir einen weiteren, wesentlichen Schritt in diese Richtung gehen.

 

Gleiches gilt für den Registrierungsprozess für nachfragende Unternehmen.

 

Wir haben die Suchmaske in die MANATNET-Site integriert – auf Vorschlag der Nutzer.

 

Ebenso wird im Laufe dieses Quartals die „normale“, mächtige Datenbankabfrage um eine „leichtere“ Möglichkeit erweitert – damit noch mehr Nutzer den Marktplatz MANATNET einfach einmal ausprobieren.

 

Das alles dient dem Ziel, MANATNET für die Internet-Nutzer einfacher zu machen.

 

Das Ziel, noch bekannter zu werden, wollen wir vor allem mit unserer Jubiläumsaktion erreichen:

 

Für neue Projekte zahlt MANATNET 10 Prozent als Bonus an den Kunden!

 

Unternehmen, die einen Interim Manager über MANATNET beauftragen, vergüten wir 10 Prozent der Rechnung des Interim Managers als Bonus.

 

Es ist mir wichtig zu betonen, dass dies auf keinen Fall die Tagessätze der Interim Manager reduziert und damit nicht deren Einkommen schmälert. Stattdessen erfolgt die Rückvergütung ausschließlich aus den eigenen Mitteln von MANATNET. Diese Aktion ist an keine Bedingungen oder Einschränkungen gebunden und endet erst zum Jahresende.

 

Selbstverständlich habe ich über diese Aktion im Vorfeld intensiv mit einem sehr engen, aber heterogenen Kreis besprochen – konsequent außerhalb des Interim Management-Geschäftes. Im Ergebnis ist unsere Bonus-Aktion deutlich anders ausgestaltet worden, als ich sie angedacht hatte: Ein weitgehend normaler Vorgang bei MANATNET.

 

Am vergangenen Donnerstag habe ich dann einen befreundeten Providerkollegen, dessen Meinung ich sehr schätze, über unsere Pressemitteilung von heute Morgen vorab informiert.

 

Er antwortete unter anderem: „Ganz offen: sicherlich bringt Dir die Aktion wieder Bonuspunkte bei der Wahl des Enfant Terribles unserer Branche, aber es fügt einen Unterstrich mehr unter Dein (sicherlich nicht gewolltes) Image des „Billigheimers“.

 

Daran knabbere ich schwer seitdem.

 

Selbst, wenn das im Zweifel die nächste Dekade dauern wird: Irgendwann wird auch der letzte Kunde erkannt haben, dass MANATNET keine „billigen“ Interim Manager anbietet – sondern tolle Interim Manager günstiger.

 

Das ist möglich, weil unser eigenes, internetzentriertes Unternehmen weniger Kosten verursacht, die wir durch unsere Marge abdecken müssen.

 

In der Folge entlastet das auf der Kundenseite Cashflow, G&V und Kostenrechnung.

 

Ich warte auf den ersten Kunden, der mir sagt, dass er das nicht gut findet.

 

Bis dahin gilt für uns:

 

Gute Interim Manager zu fairen Preisen!

NON, JE NE REGRETTE RIEN!

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: kstudi – Titel: Ein Tag geht zu Ende

MANATNET Interim Management-Blog. Logbuch-Nummer 69. Hätte ich das alte CMS weiterhin genutzt, hätte er die laufende Nummer 488 erhalten. Mein Blogeintrag heute.

 

Es ist ein besonderer Blog. Kritisch betrachtet habe ich gar keine Zeit dafür, denn die Arbeit türmt sich haushoch – aus unterschiedlichen Gründen.

 

Und auch gar keinen Kopf. Mein Kopf, der gemeinhin als im Vergleich recht kreativ gilt, ist leer.

 

Ich schreibe dennoch. Warum?

 

Das „Timing“ (der Blablameter möge mir diesen Ausrutscher verzeihen!) lässt mir letztlich keine Wahl:

 

Heute ist der letzte Arbeitstag der ersten Dekade von MANATNET. Am Wochenende, exakt am 5. Mai, beginnt die zweite Dekade – mit ihrem ersten Arbeitstag am Montag. Deshalb wird es am Montag einen zusätzlichen Blogeintrag geben – außer der Reihe.

 

Und heute eben den „Abbinder“, wie´s so schön heißt. Ein Abbinder für die ersten zehn Jahre.

 

In diesen zehn Jahren traf ich:

 

Unglaublich fähige Menschen – die meisten; und die meine Vorstellungskraft erschütternde Schwachmaten.

 

Unglaublich beeindruckende Kunden – die meisten; und verblüffender Weise auch andere.

 

Interim Manager allererster Güte – 3 von 10; und die anderen 7.

 

Menschen, denen ich vertrauen konnte – fast alle; und Menschen, die mich betrogen. Nur drei, die daher mein Vertrauen in die anderen nicht erschüttern konnten.

 

Verlässliche und leidensfähige Geschäftspartner für alle Facetten, die mein Unternehmen besonders macht – die meisten; und einige, die MANATNET schlicht überforderte.

 

Providerkollegen, denen ich inzwischen freundschaftlich verbunden bin – innerhalb des AIMP, aber auch außerhalb; und Providerkollegen, die mir die Pest an den Hals wünschten.

 

Entscheidungen innerhalb des Mainstreams – die meisten; und eben auch die anderen.

 

Die anderen aber blieben hängen – imagebestimmend. Irgendwann habe ich mich entschieden, dieses Image zu kultivieren.

 

Man muss beide nicht mögen – weder MANATNET noch mich. Aber beide sind im Interim-Geschäft unverwechselbar. Keine allzu schlechte Grundlage für die nächste Dekade:

 

Non, je ne regrette rien.

 

Interimsmanagement

EINE AUSZEIT VOM INTERIM MANAGEMENT

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: wollsocke – Titel: Flugshow

Heute um 11.00 Uhr die letzte Telefonkonferenz aller AIMP-Mitglieder zum AIMP-Jahresforum 2013. Die finale Runde. Heute in einer Woche bereits ehren wir die AIMP-Interim Manager des Jahres 2013. Meine Güte!

 

Die kommende Woche kennt dann fast kein anderes Thema mehr.

 

Dann, am Samstag, das Jahresforum. Heutiger Stand: Mindestens 20 Prozent mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr. Das Management von Burg Schwarzenstein wirkt ganz entspannt.

 

Und dann, am Samstag gegen 17.00 Uhr, ist alles vorbei.

 

Was mache ich dann bloß?

 

Ach ja, ich habe ja noch einen kleinen Nebenschauplatz: MANATNET´s Zehnjähriges am 5. Mai. So etwas lässt sich nicht aufschieben und dann ganz entspannt nach dem AIMP-Jahresforum erledigen. Folglich hatten wir hier seit Jahresbeginn zwei Großprojekte im Parallelflug.

 

Eine schöne Sache haben wir uns ausgedacht. Dafür war der Meister zuständig.

 

Eine kantige Sache haben wir uns wieder ausgedacht und werden sie am 6. Mai kommunizieren – und sind auf Prügel einiger Wettbewerber eingestellt: Nichts wirklich Neues also!

 

Die Pressemitteilung steht schon.

 

Und ich habe tatsächlich, Überraschung!, Melanie Hesslers Empfehlung, „Wir machen ein Interview zum Zehnjährigen“ aufgegriffen. Auch das wird noch vor dem AIMP-Jahresforum fertig sein.

 

Und dann ist auch das vorbei.

 

Was mache ich dann bloß? So viel Zeit auf einmal!

 

Ich kann ja nicht viel mit diesem „Work-Life-Balance“-Kram anfangen. Denn ich finde durchaus Sinn und Erfüllung in meiner Arbeit. Ja, tatsächlich, das gibt´s! Unter Interim Managern im Übrigen sehr häufig.

 

Aber im Augenblick habe ich das Gefühl, als würde mich das Interim Management aussaugen. Und der AIMP (der schon im Namen das Wort „Arbeit“ trägt) auch. Zwei Vampire im Parallelflug.

 

Es ist Zeit für frische Kräfte – und:

 

Eine Auszeit vom Interim Management.

 

BIETEN SIE INTERIM MANAGER FÜR 499 EURO AN

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: brandy74 – Titel: Sparschweinderl

Interim Management ist zu teuer für mich!“ Diesen Satz höre ich inzwischen von Unternehmen öfter als mir lieb ist. Auch die aktuelle AIMP-Providerumfrage, deren Ergebnisse Thorsten Becker und ich im Rahmen des Neunten AIMP-Jahresforums vorstellen werden, zeigt: Die Preise im Interim Management, also die Tagessätze für die Interim Manager, sind zum Thema geworden.

 

Warum das so ist, ob diese Sicht gerechtfertigt ist oder ob hier wieder unglücklicherweise Äpfel und Birnen miteinander verglichen und zum unsäglichen Ergebnis eingekocht werden: Fakt ist, dass wir an dieser Stelle Geschäft verlieren!

 

Und inzwischen fürchte ich, mehr als wir denken.

 

Nun ist es durchaus nicht so, dass ich die Meinung vertrete, wir müssten das alles nur besser kommunizieren, damit die Tagessätze vom Kunden besser verstanden und mit einem verzückten Lächeln auf den Lippen bezahlt werden.

 

Sicher können wir auf diesem Feld noch besser werden. Aber dennoch fehlt mir die Fantasie, mir eine Kunden-Aussage wie diese vorzustellen: „Vielen Dank Herr Becker! Gut, dass wir darüber geredet haben. Ist ja doch nicht so teuer wie ich immer dachte. Und: Gut, dass es Sie gibt! Dann also mal los!“

 

Wir können argumentieren, soviel wir wollen. Wir können rechnen, soviel wir wollen. Und wir können gebetsmühlenartig murmeln, der Kunde solle doch bitteschön unbedingt alle (!) Kostenarten als Messlatte für seinen Vergleich berücksichtigen.

 

Und ihm dann, damit er auch ja nichts vergisst, jede einzelne Kostenart ins österliche Gebetbuch schreiben. Von den Beschaffungs-Kosten über die Sozialabgaben bis hin zu (in weiser Voraussicht schon mal berücksichtigten) Trennungskosten.

 

Und obendrein, verehrter Kunde, ist Interim Management im Zweifel kurzfristig zu beenden. So etwas wie eine Kündigungsfrist bei einer Festanstellung entfällt praktisch.

 

Ach ja: Ein Rechenmodell zum heimischen Selbstversuch in Excel stellen wir Ihnen immer gern und kostenlos zur Verfügung.

 

Am Ende bleibt jedoch: Für ein auch nur einigermaßen normal honoriertes Interim-Mandat muss der Kunde mit einem Abfluss aus der Kasse (!) von rund 20.000 Euro im Monat rechnen.

 

Bei dem mir innewohnenden Respekt für andere Sicht- und Denkweisen: Ich denke, das typische menschliche Attribut hinter einer solchen Zahl auf der Ausgabenseite dürfte „teuer“ heißen!

 

Und ich bin fest davon überzeugt: Unsere Branche wird sich mehr mit diesem Attribut auseinandersetzen müssen als in der Vergangenheit!

 

Grundsätzlich haben wir für diese Auseinandersetzung zwei Stellschrauben: (1) Das in Geld bewertete Ergebnis der Arbeit des Interim Managers und (2) die Tagessätze an sich.

 

(1) In Geld bewertetes Ergebnis der Arbeit des Interim Managers: Ein Interim Manager von MANATNET baut seit einem halben Jahr die Produktion eines mittelständischen Automobilzulieferers um. Dieser Interim Manager hat die monatlichen Abflüsse aus der Kasse des Unternehmens, die auf seine Honorare zurückgehen, bereits mehrfach wieder hereingeholt: Produktionsrückstände abgebaut, Ausschuss- und Fehlerquoten dramatisch reduziert und schier unglaublich viel Energie eingespart – um nur ein paar Felder zu nennen. Bei diesem Kunden redet niemand mehr von den „Kosten des Interim Managers“ – und ich habe noch niemals vorher im Kommunikationsbereich einer Produktionshalle einen gelben, lachenden Smiley von der Hausbank gesehen – DIN-A4 gerahmt. Untertitelt: „Prima! Weiter so!“

 

Ich frage mich daher: Kommunizieren wir diese durchaus nicht untypische Leistung eines Interim Managers gut und offensiv genug?

 

(2) Tagessätze an sich: Meine Leser wissen, dass ich die Logik für falsch halte. Dennoch muss ich akzeptieren, dass genau so die Preisbildung abläuft, die Tagessätze für die Interim Manager in Deutschland zustande kommen: Auf seinen eigenen Ziel-Tagessatz schlägt der Interim Manager auf, was der Provider verdienen möchte. Dadurch wird die gleiche Leistung des Interim Managers für den Kunden teurer – was mit zusätzlichen Dienstleistungen der Provider gerechtfertigt wird. (Auf diesen letzten Punkt gehe ich an dieser Stelle bewusst nicht weiter ein.)

 

Und es ist kein Geheimnis, dass sich diese Aufschläge typischerweise auf 33 Prozent belaufen, aber auch durchaus 40 bis 50 Prozent betragen können (Bei MANATNET: 15 oder 25 Prozent). Ja, ich weiß: Einige Provider betrachten die Interim Manager als „Rohstoff“, den man möglichst billig einkaufen muss. Dies soll die eigene Marge absichern und gleichzeitig verhindern, dass der Preis für den Kunden in unerträgliche Sphären abdriftet.

 

Dennoch ändert das nichts an der grundsätzlichen Mechanik dieser Preisbildung.

 

Ein Freigeist könnte also die Frage stellen: Was würde geschehen, wenn die Interim Management-Provider dramatisch weniger verlangen würden? Und ich meine: „dramatisch“!

 

[Von fern höre ich sie schon, die Fanfaren des MANATNET-aversen Wettbewerbs! Ich stelle doch nur eine Frage…]

 

Was geschähe dann?

 

Würden die „typischen Tagessätze“ so weit sinken, dass die Kunden sie dann leichter akzeptierten?

 

Oder nicht, weil für einen solchen Effekt der Marktanteil, den die Interim-Provider in Deutschland mit irgendwo wohl zwischen 30 und 40 Prozent repräsentieren, zu klein ist?

 

Ich habe noch keine Antwort auf diese Fragen.

 

Ich habe einen Unternehmer gefragt: „Wenn aus Ihrer Sicht die Interim Manager zu teuer sind: Was muss ich dann tun, damit Sie dennoch auf einen Interim Manager zurückgreifen?“

 

Wie ich mit seiner Antwort umgehen soll, weiß ich noch ebenso wenig:

 

„Schauen Sie, Herr Becker, soeben hat das Statistische Bundesamt veröffentlicht: Die durchschnittliche Arbeitsstunde kostet in Deutschland 31 Euro. Also 248 Euro am Tag – einschließlich aller Lohn-Nebenkosten. Nun sind Ihre Interim Manager ja alle hoch- bis höchstqualifiziert – was wir aber nicht in jedem Fall brauchen und daher auch nicht einkaufen müssen. Das machen wir im Bereich der Festanstellung ja auch nicht.

 

Aber ich wäre bereit, für einen ganz normalen Interim Manager immerhin das Doppelte zu bezahlen.

 

Daher mein Rat:

 

Bieten Sie Interim Manager für 499 Euro an!“

 

IST HALT NICHT SO LEICHT, MANATNET ZU KOPIEREN

Quelle: www.piqs.de © Fotograf: ralfschlegel – Titel: sicher ist sicher

Nach den ersten zehn Jahren im Interim Management geht der Blick zwangsläufig in Richtung nächste Dekade: Was wollen wir am Ende dieses Zeitraums mit und für MANATNET erreicht haben? Was müssen wir dafür tun, was ändern? Meine Leser kennen diese Überlegungen.

 

Meine Freunde auch.

 

Ein solcher Freund wies mich auf eine Kaufgelegenheit hin, die er bei nexxt-change, der Unternehmensbörse der KfW gefunden hatte:

 

Internetportal für Interims Manager und Experten, inkl. Markenrecht zu verkaufen

 

Lass sehen! (Reflex des Hirns: Doch noch einer neben MANATNET? Wie zum Teufel konnte der bisher durchrutschen?)

 

Ich lese:

 

„Das Portal www.corpview.de ging erst kürzlich live (Hirn: aha!) und ist daher noch nicht aktiv beworben worden. Geld kann durch die Buchung eines Premium-Accounts mit erweiterten Leistungen oder durch Verkauf von Werbung verdient werden. Ebenso kann die Funktion ‚Jährliche Gebühren‘ aktiviert werden.

 

Sicherlich gibt es noch andere Optionen wie zum Beispiel Online-Bewerbungsportal für Unternehmen oder für Personalvermittlungen. Ebenso könnte mit wenigen Modifikationen ein unabhängiges Produkt-Suchportal generiert werden. (Hirn: Kauf mit anschließender Kernsanierung?)

 

Ich suche einen Käufer oder einen Partner, der eine professionelle Vermarktung übernehmen möchte.

 

Letzter Jahresumsatz in TEUR: Keine Angaben

Preisvorstellung in TEUR: über (!) 50-250

 

Soweit das Angebot.

 

Nun, es gibt kaum noch etwas, was mich wirklich überraschen kann: Dieses Angebot gehört jedoch ohne jeden Zweifel dazu.

 

Was macht man an einem Portal für Interim Manager? Richtig: Man sucht nach Interim Managern. Und der schnellste Weg zu einem ersten Eindruck führt über die Volltextsuche.

 

Starten wir mit der großen Kelle. Suchen wir unter Interim Managern für das Feld Finanzen (denn davon gibt es viele) nach dem Wort „HGB“ (denn das kann dann jeder Profi).

 

Suche: „HGB“ – Leider war Ihre Suche nicht erfolgreich!

 

Ups!

 

Quervergleich: Die gleiche Suche ergibt bei MANATNET: 50 Treffer

 

Suche: „US-GAAP“ – Leider war Ihre Suche nicht erfolgreich!

MANATNET: 41 Treffer

 

Suche: „PRINCE“ – Leider war Ihre Suche nicht erfolgreich!

MANATNET: 3 Treffer

 

Suche: „CMMI“ – Leider war Ihre Suche nicht erfolgreich!

MANATNET: 7 Treffer

 

Ist wohl zu speziell, meine Suche – also anders:

 

Suche: „Ausbildung“: 3 Treffer

 

Wie bitte?

 

Suche: „die“: 9 Treffer!

 

Am Ende stelle ich fest: Insgesamt umfasst die Datenbank 9 Profile, hierbei ist das Profil des Eigentümers enthalten – was nichts Ehrenrühriges ist.

 

9 Profile!

 

„Ich suche einen Käufer oder einen Partner, der eine professionelle Vermarktung übernehmen möchte“, schreibt der Eigentümer. Das kann ich gut verstehen. Und ich wünsche ihm viel Glück dabei, denn dieser Partner wird viel Zeit und viel Geld mitbringen müssen – nicht nur die mehr als (!) 50 bis 250k Euro, die der Eigentümer für sich erwartet.

 

Ich weiß halt, wovon ich rede. Denn hier in MANATNET steckt viel Hirn, Herz und Zeit. Und Geld satt. Ein mächtiges Konkordat!

 

Ist halt nicht so leicht, MANATNET zu kopieren!